Aus der Presse: Sportlerwahl 2011 – Sport-Gala
Sport-Gala: Erdrutschsieg für TSV Eintracht Exten
Und das Ergebnis der Leser der drei Schaumburger Tageszeitungen fiel eindeutig aus. Bei den Frauen setzte sich Dittmann (28,5 Prozent) mit großem Vorsprung vor der Handball-Torhüterin des WSL-Oberligisten HSG Schaumburg Nord, Katrin Langenstein (17,8 Prozent), durch. Dritte wurde hier die erst 13-jährige Sprinterin Vero Merseburger (16,8 Prozent) vom VfL Bückeburg.
Lena Dittmann sah man die Freude über die Auszeichnung an. „Ich würde natürlich gern mal ein WM-Endspiel bei den Männern pfeifen – aber das ist wohl utopisch“, vermutet Dittmann. Leichtathletin Vero Merseburger ließ es sich nicht nehmen und reiste aus Magdeburg an, wo sie seit kurzer Zeit ein Sportgymnasium besucht. „Mir gefällt es dort sehr gut. Wir trainieren fünfmal in der Woche“, verriet Merseburger. Bei den langen Beinen von Handballtorhüterin Katrin Langenstein bekam Moderator Uwe Graells „fast Komplexe“. Sie habe wegen kaputter Knie den Schwimmsport beendet. „Aber Handball ist da wohl auch nicht die richtige Sportart“, sagte die Polizistin.
Bei den Männern verlief die Entscheidung der Leser enger. Der „Schaumburger Kenianer“ Jobst von Palombini vom VfL Bückeburg setzte sich mit 31,4 Prozent gegen den Rintelner Motorsportler Dennis Rostek (28,2 Prozent) durch. Ausdauersportler Arne Frank blieb mit 18,3 Prozent der Stimmen der dritte Platz. Jobst von Palombini redete sich in einen „Lauf“ und erklärte dem gespannt lauschenden Publikum seinen mehr als 1000 Kilometer langen Lauf durch Frankreich. „Wenn es ganz eng wurde, und das wurde es drei- bis viermal am Tag, habe ich meinen Ehering geküsst“, verriet der Ausnahmeläufer. Motorsportler Dennis Rostek verriet sein Erfolgsgeheimnis: „Ich bin zwischen Benzinkanistern aufgewachsen.“
Die Wahl stand eindeutig unter dem Motto „Ein Dorf wählt seine Mannschaft“, denn der TSV Eintracht Exten wurde mit den meisten aller Stimmen zur Mannschaft des Jahres gewählt. In dieser Kategorie sackten die Spieler des TSV sage und schreibe 56,2 Prozent der Stimmen ein. Von allen Anrufern der Sportlerwahl stimmten bei 21 Bewerbern 26 Prozent für die Fußballer – ein Erdrutschsieg. Mehr muss man zum Zusammenhalt des Teams nicht sagen. „Diese Mannschaft ist zu allen Schandtaten bereit“, sagte Erfolgstrainer Bernd Riesner stolz. Er selbst gehe zwar im Sommer, habe aber noch keinen neuen Verein. „Bei Hannover 96 ist ja wohl nichts frei“, scherzte Riesner. Der zweite Platz ging mit 10,2 Prozent an den letztjährigen Kreispokal-Sieger TSV Algesdorf. „Mir san mir. Wir können richtig gut feiern und würden den Kreispokal-Sieg aus der vergangenen Saison gerne wiederholen“, freute sich Kapitän Henning Strumpel über die Auszeichnung. Wegen Stimmengleichheit belegten die A-Junioren des VfL Bückeburg und die Hockeyspieler des Bückeburger HC mit jeweils 9,6 Prozent den dritten Platz. Überhaupt dominierte „König Fußball“ die Wahl, denn alle Kandidaten aus dem Bereich Fußball erreichten zumindest das Treppchen.
Die von SN-Chefredakteur Uwe Graells und SN-Redakteur Roland Weiterer spritzig moderierte Gala war ein voller Erfolg. An die 300 Zuschauer wurden gut unterhalten. Als prominente Talk-Gäste waren Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann, FIFA-WM-Botschafterin Britta Carlson und eine Abordnung des Bundesligisten Hannover 96 um Präsident Martin Kind geladen. „Respekt für diese Veranstaltung“, sagte Kind. Im Verlauf des Talks mit Torwarttrainer Jörg Sievers und Ersatz-Keeper Markus Miller verriet Sievers dem Publikum, dass er die neue Nummer eins Ron-Robert Zieler per DVD gescoutet hätte. „Diese Geschichte habe ich auch schon anders gehört“, sagte Kind.
